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Es ist soweit – auf in den Flieger nach Miami.

Die Koffer sind aufgegeben, noch schnell durch den Sicherheitscheck und schon geht es ab nach Miami in Florida. Für mich das erste Mal in die USA, ich bin wirklich schon aufgeregt. Aber nicht so schnell, die Anreise war dann doch etwas holpriger als gedacht. Gegen 10 Uhr am Flughafen Düsseldorf wurde ich von einer netten Delta Mitarbeiterin befragt, bevor ich zum Ticketschalter gelangt war. Das ist wohl so üblich, in die USA zu reisen ist wirklich ein Sicherheitsmammut.

Im Interview selbst geht es darum, dass man keine gewalttätigen Vorhaben hat und aus welchem Grund man in die Staaten reist. Außerdem darf man kein Essen aus Deutschland mit nach Amerika nehmen, das ist aber ja ziemlich normal beim fliegen allgemein.

Über Delta habe ich keinen Non-Stop Flug bekommen können, wir haben also noch einen Zwischenstopp in Atlanta in Kauf nehmen müssen. Durch die geteilten Flüge, konnte die Dame am Schalter unsere Tickets nicht ausdrucken, sodass wir zum Serviceschalter gehen mussten. Die Vorstellung, am Flughafen in Düsseldorf noch ausgiebig frühstücken zu können, entfiel mir schnell.

Durch die Sicherheitskontrolle und schon war das Boarding im Gange. Nun hieß es, 10 Stunden im Flieger – ich bin seit Thailand nie mehr so lange geflogen. Delta ist wirklich im Nachgang betrachtet eine super Airline mit sehr umfassendem Multimedia Programm und Service an Getränken und Speisen. Die Hin- und Rückflüge haben pro Person nur 331€ gekostet. Es ist immer gut, wenn man in den Flugterminen flexibel ist. So kann man bei Skyscanner oder ähnlichen Portalen sehr günstige Flüge erlangen.

Den Florida Roadtrip habe ich komplett separat zusammengestellt und weis schon jetzt, dass es viel günstiger wird, als wenn man eine Rundreise mit allem inklusive bereits vorher über einen Veranstalter bucht. Es kostet zwar etwas Zeit, man ist aber auch in der Planung flexibel.

Als wir dann, durch den dreistündigen Aufenthalt in Atlanta, nach 19 Stunden auf den Beinen, endlich in Miami ankamen, gingen wir auf die Suche nach der Mietwagenstation. Diese erreicht man in Miami International Airport, über eine Schwebebahn, den MIA Mover, welcher bei unserer Ankunft aber leider außer Betrieb war. So haben wir auf Busse umgerüstet und wieder eine Stunde Zeit verloren. Langsam war ich wirklich müde und hatte unsagbare Kopfschmerzen. Ich möchte nicht jammern, ich liebe Reisen! Aber es hatte fast den Anschein, dass alles noch mehr Zeit rauben würde.

Ich blieb ruhig, denn ich wollte mich freuen. Auf Urlaub und den Sunshine State.

Als wir im Rental Car Center angekommen waren, wo fast alle Serviceschalter rund um die Uhr besetzt sind, haben wir sogar ein Upgrade auf einen Mustang Cabrio erhalten. Das war dann die erste gute Nachricht. Wir fuhren also Richtung Miami Beach, wo wir im Hostel ankamen. Bitte achtet darauf, dass ihr immer in erlaubten Parkzonen euer Auto abstellt. Die Dame am Schalter wies mich nämlich freundlich darauf hin, dass es sonst abgeschleppt und 350$ kosten würde. Kurz danach kam tatsächlich ein Oper genau dessen die Tür rein.

Für eine solche Menge Informationen war ich nicht mehr gemacht, ich war mittlerweile über 24 Stunden auf den Beinen. Als wir dann noch erfuhren, dass im Bikini Hostel ein runtergekommenes Zimmer mit Gemeinschaftsbad für uns vorgesehen war, hab ich fast zuviel bekommen. Für Low-Budget Reisende ist das bestimmt eine gute Möglichkeit viel Geld zu sparen, ich habe aber bei dieser Reise zumindest darauf meist geachtet. Das mit dem Bad teilen hatten wir erst in Frankreich.

Nun kam ich in den ersten Genuss der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Amerikaner. Trotz, dass ich ihr zu Verstehen gegeben habe, das die Zimmer für uns nicht in Frage kommen, half sie uns weiter mit der Hotline von Expedia. Wir hatten zuerst Pech, denn die Zimmerbeschreibungen auf Deutsch verstand natürlich die amerikanische Hotline nicht. In Deutschland war noch Nacht und Feiertag. Alles ungünstig und es schien erst so, als könne uns nicht weitergeholfen werden.

Nach dem dritten Telefonat dann eine nette und freundliche Dame von Expedia am Telefon. WOW! Hier mein Kompliment für die Hilfsbereitschaft. Wir haben ein anderes Hotel mit eigenem Bad so spontan noch erhalten können und die Kosten für das Hostel werden zurückerstattet. Das nenne ich mal Erfolgserlebnis. Das wir nun nur 3 Minuten zum Strand brauchen ist ebenfalls ein absolutes Highlight. DANKE EXPEDIA!

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Leider hatten wir durch den Jetlag und das ganze Theater keine wirklich Gelegenheit Miami in Gänze zu erkunden. Miami Beach ist aber sehr schön, das Meer ist etwas frisch aber es lohnt sich! Hier ein paar Eindrücke für euch. Weiter geht es nun für uns auf die Keys.

Titelbild: Airplane Flight To Paradise by fotolia.de / Tomasz Zajda

André Winkler 5. November 2017