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Die Entscheidung steht fest – ich mache eine Weltreise!

Schon seit Wochen bin ich gefesselt von anderen Bloggern, die den Mut dazu haben für ein Jahr oder länger einfach alle Segel in Deutschland zu streichen und unsere große weite Welt zu erleben – in allen Facetten und all ihrer Schönheit. Immer wenn ich in Reiseberichten gefangen war, konnte ich nicht mehr damit aufhören, wurde oft traurig und unglücklich über mich selbst oder die derzeitige Situation, in der ich mich befand. Ja, ich habe sicherlich vieles erreicht und bin in dem was ich mache gut – aber reicht das? Reicht das für mich und kann ich sagen, dass ich alles erlebt habe was auf meiner sehr langen Wunschliste steht? Ich denke noch lange nicht!

Abenteuer ist die Bereitschaft zum inneren Aufbruch. Es lohnt sich, aktiv zu werden und das Potenzial zu nutzen, dass das Leben uns gegeben hat. – Arved Fuchs

Dank den zahlreichen wirklich guten Bloggerkollegen ist es fast möglich auf eine digitale Weltreise zu gehen, man bekommt die besten Flecken und Eindrücke vermittelt, kann sich tolle Fotos und Videos ansehen und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Aber ich habe da einen kleinen Fehler entdeckt! Ich bin nicht dort sondern sitze vor meinem Computer, hier in Deutschland!

Ich will selbst

… den kalten Wind in der Antarktis spüren und Pinguine beobachten.
… den Schnorchel verschlucken weil ich mit Walhaien in Westaustralien tauchen gehe.
… die Nationalparks in Kanada durchwandern und hoffen nicht von Bären gefressen zu werden.
… die Nordlichter in Island bestaunen und versuchen das perfekte Foto zu schießen.
… den Machu Picchu in Peru besteigen.
… in einem Baumhaus in Südafrika übernachten.
… die Atlantikstraße in Norwegen entlang fahren.
… die Halong-Bucht und die Schönheit Vietnams erleben.
… den Leuchtturm Beachy Head in Großbritannien bestaunen.
… im freien Fall aus dem Flugzeug springen.
… in der Hängematte auf den Fiji-Inseln liegen.

… und ich könnte diese Liste noch endlos fortführen.

Umso mehr ich darüber lese, selbst schreibe, Punkte auf der Weltkarte setze und versuche mir die schönsten Orte und Länder rauszusuchen vergleiche ich diese Karte mit dem was ich bisher erlebt habe, wo ich schon überall war. Die Karte ähnelt einem Standard-Tourismus, obwohl ich in meinen Augen schon viel unterwegs bin und reise. Mein Englisch ist total eingeschlafen und jeder Tag den ich jetzt noch damit verschwende, nur von meiner 52-seitigen To-do Liste auf der Welt zu träumen, ist ein verlorener. Jetzt geht es los! Das Sparen und die Planung nehme ich jetzt in die Hand. Ich gehe auf Weltreise, spätestens 2020 – so ein großes Event bedarf guter Vorbereitung, denn ja, ich bin ein sicherheitsliebender Mensch und will mit ruhigem und gutem Gewissen in meinen ersten One-Way-Flug steigen. Das Gefühl ist gigantisch, denn eine weitere wirklich große Entscheidung die ich getroffen habe, ist: Wenn keiner mit will oder kann, reise ich alleine. Ganz alleine. Das macht Angst, aber ich sehe darin eine nie dagewesene Chance an mir selbst zu wachsen und mich selbst zu finden!

Viele Blogger haben mir sogar Mut gemacht, denn wenn man alleine reist ist man auf keinen angewiesen, kann das machen was man möchte, wann man will, wie lange man will und wo man will. Es hat natürlich auch Kehrseiten. Über diese möchte ich aber gar nicht nachdenken.

Was ebenso erstaunlich ist, dass ich gerade merke wie Menschen mir diesen Traum schlechtreden wollen. Das schlimmste bei uns Deutschen ist ja, dass alle darauf getrimmt sind schön im Hamsterrad mitzulaufen. Bloß nicht ausreißen, schön abschuften bis man alt ist und dann nichts mehr vom Leben hat. Das ist für mich nicht möglich! Ich arbeite gerne und ja auch viel, aber es gibt auch noch die Gesundheit und das Leben außerhalb der Arbeit. Warum haben alle solche Angst vor Abenteuern und vor der Welt? Ich selbst habe mich das oft gefragt, welche Ängste ich habe – ich kann euch sagen, gerade bei einer solchen Entscheidung, sind es verdammt Viele. Ängste entstehen im Kopf und genau dazu soll die Reise auch dienen, Ängste überwinden, sich selbst neu kennen zu lernen, sich freuen, wenn man einen Berg bestiegen hat und etwas Einmaliges erreicht.

Ich glaube es fing bei meinem Ägyptenurlaub Anfang 2017 an als ich mit Delfinen im offenen Meer geschwommen bin. Ich war wie gelähmt, wusste eine halbe Stunde danach gar nicht wie lange ich überhaupt im Wasser war. Eigentlich hatte ich immer Angst im offenen Meer zu schwimmen – immer Angst mir könnte etwas passieren, ungewiss und ungeplant. Es war einer der schönsten Momente in meinem Leben – fast magisch. Was hätte ich mich geärgert, wenn ich es nicht getan hätte.

2020 – das ist in 2,5 Jahren. Was bis dahin passiert?

Unnötiges Verkaufen – Auto weggeben – Mehr Fahrrad fahren – Keine größeren Anschaffungen mehr tätigen – Versicherungen checken – Über notwendige Impfungen informieren – Mit dem Arbeitgeber frühzeitig sprechen – Familie und Freunde informieren – Geld sparen – Reiseroute festlegen – kleine Wohnung – Technik aufrüsten – Portale wie Couchsurfing pflegen – Englisch auffrischen – träumen

Ihr seht, die Zeit geht schnell vorüber und schneller als ich es mitbekomme und realisiere sitze ich wahrscheinlich schon im Flieger. Sodann tut es so gut niederzuschreiben was ich vor habe, meine Träume, meine Vorstellungen und das große Ziel – meine Weltreise!


 

Du willst meinen Traum unterstützen oder sogar teilen? Fühlst dich angesprochen von meinen Worten und erkennst dich in diesem Abenteuer wieder? Dann schreib mir einfach, denn ein weiteres Abenteuer wäre doch, wenn man gemeinsam einen Teil der Reise verbringt ohne sich zu kennen. Ich bin für alles offen!

Eigentlich ist es nicht meine Art und ich möchte es größtenteils auch aus eigenen Stücken schaffen – es dauert nur. Ob einen Cent oder ein paar Euro, können mir in dieser Ausgangssituation wirklich viele Kleinigkeiten helfen, schneller an mein Ziel zu kommen und euch mit tollen Eindrücken aus der Welt zu versorgen. Hier kannst du Zahlungen direkt per Paypal schicken. Von Herzen vielen Dank!

André Winkler 13. September 2017